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Narbonne Narbonne liegt etwas landeinwärts ziemlich genau an der Grenze zwischen den Départements Hérault (34) und Aude (11). Der okzitanische Name lautet "Narbona"; die Einwohner nennen sich die "Narbonnais". Mit etwas über 50.000 Einwohnern ist Narbonne die viertgrößte Stadt des Languedoc bzw. ungefähr gleich groß mit Sète und die Hauptstadt des Arrondisements. Zu Römertagen führte die Via Domitia mitten durch die Stadt hindurch. Der sehr breit angelegte "Canal de la Robine" (Welterbe seit 1996) verbindet Narbonne bereits seit der Antike mit dem Meer, so dass es am Seehandel teilnehmen konnte. Seit dem späten 18. Jahrhundert stellt der "Canal de Jonction" die Verbindung auch zum "Canal du Midi" her. Der Stadtteil Narbonne-Plage liegt wenige Kilometer vorgelagert an der Küste wie man dies in der Region häufiger aufgrund der modernen Stadtentwicklung unserer Tage findet. Früher wie heute versteht sich der Platz als das sogenannte "Kreuz des Südens", von welchem einst die "Via Aquitania" nach Carcassonne, Toulouse bis Bordeaux und zum Atlantik führte, während die Via Domitia das italische Kernland mit den hispanischen Provinzen verband. Die modernen Autostraßen A61 und A9 folgen noch immer recht genau diesen Wegen. Der Ort ist ebenso wie Carcassonne eine römische Gründung; allerdings bereits gegen Ende des zweiten Jahrhunderts v. Chr. (um 118 v.Chr.) als "Colonia Narbo Martius" und damit die älteste Römersiedlung außerhalb Italiens. Die Stadt diente als Verwaltungszentrum und florierte in römischer Zeit. Die gesamte Provinz trug den Namen "Gallia Narbonensis". Später fungierte Narbonne bis ins 8. Jahrhundert hinein noch einmal als Hauptstadt der westgotischen Provinz "Septimania", bis sie 719 als erste Stadt nördlich der Pyrenäen maurisch wurde. Im Jahr 759 eroberte König Pippin (Vater Karls d. Großen) Narbonne für das Frankenreich, bevor es 793 zu einem der schwärzesten Momente in der Geschichte der Stadt kam, als die Sarazenen alles dem Erdboden gleich machten und Narbonne mehr oder weniger entvölkert wurde. V.a. dieses Ereignis mag den im Vergleich zu Nîmes oder Arles fehlenden Erhaltungszustand antiker Großbauten erklären. Im hohen Mittelalter schließlich war auch Narbonne eine jener Hochburgen der Katharer in der Region. Eine besonders herausragende politische oder wirtschaftliche Bedeutung gewann die Stadt hingegen nicht mehr. Erst in den Jahrhunderten der Neuzeit kam sie wieder zu einer gewissen Blüte, zu einem gewissen Wohlstand. Die Landschaft westlich von Narbonne ist am Stadrand beginnend seit 2003 in besonderer Weise geschützt und zusammengefasst in dem Naturpark "Narbonnaise en Méditerrannée". - Dazu gehören unter anderem wellige Dünen, Feuchtgebiete, Binnenlagunen, das Plateau von Leucate, Garrigue, Hänge der Corbieren, Weinfelder und Waldgebiete. Natürlich auch das Gebiet der Réserve de Sigean  (Wildpark). Weitgehend naturbelassen bzw. natürlich gewachsen, soweit das in unseren Tagen denkbar ist. Ein authentischer Abschnitt der Landschaft des Südens, welcher auf diese Weise hoffentlich als solcher erhalten bleiben wird. Persönlichkeiten der Stadt Narbonne sind: Charles Trenet (1913 - 2001), Chansonier, Dichter, Komponist und Maler. ___________________________________________________________________________________________________ Ihr Besuch in Narbonne Die Stadt Narbonne gehört sicher zu jenen Plätzen, an denen man aufgrund des Umgebungscharakters, des Lichts, der Atmosphäre in den Straßen regelrecht erspüren kann, wie sich der Süden anfühlt. - Ihr Stopp auf einer unserer Touren durch das Languedoc - sei es nach Spanien, nach Carcassonne oder eine Variante bei der Erkundung des Canal du Midi - lohnt sich ganz sicher. Erlebenswert ist einfach das Schlendern durch die Stadt mit ihrem Treiben und ihrem Flair; dazu einige Plätze und die sehr malerischen Bilder rund um den Canal de la Robine. Besondere Aufmerksamkeit sollte man darüber hinaus der Kathedrale "Saint Just et Saint Pasteur" sowie der Häuserbrücke "Pont des Marchands" widmen. Die imposante gotische Kathedrale "Saint Just et Saint Pasteur" ist das weithin sichtbare und in der Ebene zum Meer hin hoch aufragende Wahrzeichen der Stadt. Erbaut ab 1272 besitzt sie mit einer Chorhöhe von 41 Metern eine der höchsten gotischen Anlagen dieser Art überhaupt und wirkt nicht zuletzt aus diesem Grund so erhaben. Sie diente bis 1801 als Sitz des Erzbistums von Narbonne und hat bereits seit 1840 in Frankreich den Status eines nationalen historischen Monuments inne. Die "Pont des Marchands" (Händlerbrücke) über den Canal de la Robine geht auf eine ursprünglich bereits römische Anlage zurück und ist ein echter Hingucker bzw. Kleinod seiner Art. Berühmte große Verwandte solcher mit Häusern bebauter Brücken finden sich z.B. in Florenz, Venedig oder auch Erfurt, aber keine dieser Anlagen geht im Kern bis auf die Römer zurück. Die Brücke besitzt heute einen Segmentbogen von 15 Metern Spannweite. Zur Römerzeit waren es 6 solcher Bögen, da der Kanal breiter war und das Ufer eine andere Gestalt besaß. TIPP: Es gibt in Narbonne auch einen sehenswerten römischen Kryptoportikus (Gewölbegang, welcher ganz oder teilweise unter der Erde liegt, nämlich das sogenannte "Horreum". Dabei handelt es sich um einen Kornspeicher.

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