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Roquebrun Der kleine Ort Roquebrun, dort wo der Orb die Corbieren verlässt, ist jetzt mit seinen gerade mal 540 Einwohnern und einer unspektakulären Geschichte nicht das, was man einen historisch bedeutsamen Platz nennen kann, sondern vielmehr wegen seiner Hanglage zum Orbtal hin, der architektonisch verschachtelten Verspieltheit seiner Erbauer durch die Jahrhunderte und der einzigartigen topografischen Gesamtlage ein echtes Kleinod der Region, das wir aus eben diesen Gründen sehr gerne in unseren Ausflugsvorschlag Nr. 4 aufgenommen haben. Die geografisch günstige Situation auf der Südseite des abfallenden Mittelgebirges, aber durch Vorberge wiederum geschützt vor dem offenen Wetter bzw. dem Wind verschafft dem Orbtal um Roquebrun herum ein besonders mildes und sogenanntes mediterranes Mikroklima. Zusätzlich kommen die wasser- und wärmespeichernden Schieferböden dem Weinanbau als wirtschaftliche Haupteinnahmequelle entgegen. Beides bewirkt im Rahmen eines sehr kleinen Gebietes besondere Möglichkeiten der Weinkultivierung, wofür der Ort neben seiner bezaubernden Erscheinung unter Kennern einiges an Bekanntheit genießt. Die ganze Angelegenheit ist im Grunde so exklusiv, dass man es sich hier sogar im 21. Jahrhundert noch leistet, jede einzelne Traube von Hand zu lesen. - Wie andere Besonderheiten im Languedoc auch, sind die daraus resultierenden Produkte (z.B. auch ein Weinbrand, der 9 Jahre in Eichenfässern reift) beinahe sympathischerweise - noch - nicht nach den Möglichkeiten unserer Tage vermarktet. Der amerikanische Schriftsteller Noah Gordon hat Roquebrun in seinem 2007 erschienenen Roman "Der Katalane" ein kleines Denkmal gesetzt, in dem er die Hauptfigur des Buches hier die Kunst der Weinanbaus erlernen lässt, welche er dann in seine katalanische Heimat bringen kann, um aus dem dortigen, essigartigen Wein ebenfalls etwas Großes zu kultivieren. In dem besonderen Klima des Tals gedeihen Mimosen, Zitronen, Lorbeer oder auch Orangen, welche man ansonsten in diesen Breitengraden (Menton an der Grenze zu Italien weist noch ein ähnliches Mikroklima auf) eher nicht findet. Ein botanischer Garten beherbergt seit 1986 ca. 400 Arten bzgl. dieses Klimas. Die Reste einer Karolingerburg um 900 n. Chr. herum geben Zeugnis davon, dass die milde Lage des Ortes schon im frühen Mittelalter bekannt war und geschätzt wurde. Ebenfalls finden wir eine alte und sehenswerte mittelalterliche Mühle. Der Tourismus ist zwar vor Ort, nimmt jedoch nur in bescheidenem Ausmaß Besitz. Roquebrun wird in Sachen Unternehmungen vor allem für Wandertouren und Kanuausflügen auf dem Orb geschätzt.

Roquebrun - Kleinod am Fuß der Berge